Information zur Entscheidung des ChristusForums

Liebe Geschwister und Freunde der GGE,

das ChristusForum Deutschland (CFD), das mit aktuell 135 Gemeinden Teil unseres Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) ist, hat auf seiner Jahresversammlung am 13. April 2024 in Hofgeismar mit 90,6 % der Stimmen beschlossen, eigene Körperschaftsrechte zu beantragen. Dieser Schritt bedeutet, dass das CFD eine Zukunft außerhalb des BEFG anstrebt und nun die dafür nötigen rechtlichen Voraussetzungen schafft.

In seinem Statement vom 18. April schreibt das CFD: „Wir schaffen mit der Entscheidung ein neues Bekenntnisnetzwerk mit Kirchenrechten.“ Seine Entscheidung begründet es mit theologischen, strukturellen und soziologischen Fragen. Auf seiner Website gibt es umfassend Einblick in den dazugehörigen „Zukunftsprozess“. Auf der Bundesratstagung 2023 hat Alexander Rockstroh die wesentlichen inhaltlichen Fragen benannt. Die theologischen Gründe teilen wir.

Mit dem Austritt des CFD steht unser Bund vor erheblichen Veränderungen. Wir werden Geschwister im BEFG verlieren, mit denen wir sehr gerne zusammengearbeitet haben und deren Stimme uns wichtig gewesen ist. Wie viel Zeit die weiteren Schritte zur Umsetzung benötigen werden, bleibt abzuwarten, doch schon jetzt erwägen auch einige Gemeinden im BEFG, sich in Zukunft dem CFD anzuschließen, während andere Gemeinden im CFD überlegen, ob sie Teil unseres Bundes bleiben wollen.

Wenn das CFD unseren Bund verlässt, werden wir nach Wegen suchen, weiterhin verbunden zu bleiben und mit den Geschwistern zusammenzuarbeiten, so wie wir es auch mit anderen Bewegungen außerhalb unseres Bundes tun (vgl. unsere Kooperation mit der GGE der Evangelischen Kirche und der Katholischen Charismatischen Erneuerung).

Als GGE verstehen wir uns als eine Initiative in unserem Bund. Unser Anliegen bleibt, Gemeinden innerhalb unseres Bundes zu dienen, u.a. über unsere Konferenzen und unsere fünf Netzwerke. Deshalb hat für uns die Verständigung über eine gemeinsame Glaubensbasis im BEFG weiterhin hohe Priorität. Unsere Anfrage an das Präsidium ist, wie es mit Aussagen umgeht, die der „Rechenschaft vom Glauben“ deutlich widersprechen. Wir wünschen uns einen Dialog und haben uns dazu schriftlich an das Präsidium gewandt, u.a. mit der Frage, wie der BEFG Heimat für theologisch „konservative“ Gemeinden bleiben kann, die sich weiterhin an klassisch biblisch-theologischen Positionen orientieren wollen.

Wir sind überzeugt davon, dass Gemeinde auch heute noch dort gedeiht, wo Menschen die Autorität der Schrift achten und mit der erneuernden Kraft des Heiligen Geistes rechnen. Als Leitung der GGE wollen wir uns weiterhin dafür einsetzen, dass es in unseren Gemeinden immer wieder zu geistlicher Erneuerung kommt – damit noch viele Menschen in Gemeinden unseres Bundes zum rettenden Glauben an Jesus Christus finden.

Der Leitungskreis der GGE

Matthias Lotz, Carola Steiß, Hartmut Grüger, Dr. Tillmann Krüger

Wer sich in der Sache ein eigenes Bild machen möchte, findet hier weitere Informationen: