Geschichte – Identität – Ziele

Vorgeschichte der Geistlichen Gemeindeerneuerung (GGE)

Der Beginn einer charismatischen Bewegung im BEFG lässt sich mit der „Rufer-Bewegung“ datieren. Die Rufer-Bewegung selbst war schon vor Beginn der charismatischen Aufbrüche aktiv; ihr Ziel, eine „Belebung der Gruppen und Gemeinden“, steht in direkter Kontinuität zur GGE. Gegründet wurde die Ruferarbeit 1949 und im Jahr 1951 von Wilhard Becker und Carola Geiger auf der Bundesratstagung in Dortmund vorgestellt. Die Rufer-Bewegung war damals eng mit dem Gemeindejugendwerk im BEFG verzahnt.

Die Rufer-Bewegung kam 1963 durch den Leiter Wilhard Becker mit der charismatischen Erneuerung in der evangelischen Kirche um Arnold Bittlinger in Kontakt. In Folge dieser Begegnung kommt es zur Gründung des „Lebenszentrums für die Einheit der Christen“ in Schloss Craheim. Aus dem BEFG waren hier Wilhard Becker und Siegfried Großmann beteiligt.

Die prägende Figur in der Gründung eines Arbeitskreises „Charisma & Gemeinde“ war dann Siegfried Großmann, Mitglied der Geschäftsführung des Oncken-Verlags. Eine frühe „theologische Arbeitstagung“ mit dem Thema „Charisma und Gemeinde“ fand im November 1976 in der EFG Kassel-Möncheberg statt. Der Arbeitskreis wurde auf Bitte des Bundes gegründet. Bis 1990 gehörte Siegfried Großmann dem Vorstand des Arbeitskreises an, der später in „Gemeinde und Charisma“ umbenannt wurde. Den Vorsitz von „Gemeinde und Charisma“ wurde von 1986 bis 2002 von Heinrich Christian Rust übernommen.

Gründung und Ausdrucksformen der Geistlichen Gemeindeerneuerung

Die Geistliche Gemeinde-Erneuerung wurde im Frühjahr 2003 in Folge einer „Bundeskrise“ gegründet. Dabei wurde „Gemeinde und Charisma“ nicht aufgelöst, sondern ging in der GGE auf. Trotz der offensichtlichen Kontinuität bestehen auch Unterschiede. Mitarbeiter, die in den letzten „Gemeinde und Charisma“-Tagen nicht prägend beteiligt waren, erscheinen auf der Bildfläche und prägen die GGE von Anfang an mit, z.B. Stefan Vatter, Michael Borkowski, Hartmut Grüger oder Siegfried Liebschner.

Die Geistliche Gemeindeerneuerung folgt dem Grundsatz, die Gemeinde Jesu in ihrer Identität nach innen zu festigen und in ihre Strahlkraft nach außen zu bestärken und so ihrer Bestimmung zu folgen Licht und Salz für die Welt zu sein (Mt 5,13f). Gemeinde Jesu wird nicht durch Problemanalysen belebt, sondern durch die Faszination und Begeisterung von ihrem Gott, der sie ins Leben gerufen hat. Die Gemeinde ist der Ort, an dem etwas von der Herrlichkeit Gottes aufleuchtet (Eph 1,12ff).

Ziele und Kernanliegen der GGE
Um Gemeinde in dieser Bestimmung zu fördern, setzt die Geistliche Gemeindeerneuerung fünf Kernanliegen in den Brennpunkt fortwährender Belebung:

1. Erneuerung durch das Wort Gottes
2. Erneuerung durch den Geist Gottes
3. Erneuerung durch Heiligung
4. Erneuerung durch Evangelisation
5. Erneuerung durch wirksames führen

Die Identität der GGE
Die GGE versteht sich als eine Initiative im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland, die auch mit zahlreichen anderen geistlichen Werken und Initiativen in einer engen Verbindung steht.

  • Sie ist offen für alle, die die Kernanliegen der GGE unterstützen.
  • Sie will in Kooperation mit den verantwortlichen Gremien des BEFG und dessen Landesverbänden, Werken und Einrichtungen arbeiten.
  • Sie hat zum Ziel, dass sich das Reich Gottes in unserem Land über alle Konfessionsgrenzen hinweg in allen Facetten ausbreitet. Aus diesem Grund arbeitet sie mit anderen Kirchen und Bewegungen zusammen, die das gleiche Anliegen fördern.

Die Umsetzung

Seminare – Tagungen – Konferenzen – Mentorentage
Zur Förderung der Kernanliegen der GGE finden Seminare, Tagungen, Mitarbeiterförderungen, Mentorentage und Konferenzen statt.

Freundeskreis
Zum Freundeskreis der GGE gehören Personen, die die fünf Kernanliegen der GGE unterstützen und fördern wollen. Die Freunde der GGE werden über die aktuellen Planungen informiert und zu den Tagungen und Konferenzen eingeladen. Gegenwärtig hat die GGE 1300 Personen aus über 250 Gemeinden im Freundeskreis.

Regionalgruppen
Die GGE möchte Gemeinden in ihrem Streben nach geistlichem Leben, im Sinne der fünf Kernanliegen förderlich und freisetzend sein. Die Regionalgruppen sollen dabei helfen, diese Anliegen mit eigenen Impulsen und Aktivitäten vor Ort zu repräsentieren und zu fördern. Dies geschieht beispielsweise mit Regionaltagungen, regionalen Gottesdiensten, Gebetstreffen, Beratung und Begleitung von Gemeinden oder einer aktiven Mitgestaltung der Landesverbandsarbeit.

Mitarbeiterkreis
Die Anliegen der GGE werden von einem Mitarbeiterkreis aufgenommen und weiterentwickelt. Dieser ist offen für alle, denen die fünf Kernpunkte ein Herzensanliegen sind. Zum Mitarbeiterkreis gehören Frauen und Männer, junge und alte, die sich im Leitungsdienst einer Gemeinde bewährt haben. Je nach Möglichkeit bringen sie sich bei Tagungen und Konferenzen der GGE ein und treffen sich ein- bis zweimal jährlich, um sich gemeinsam zu inspirieren und die Aktivitäten der GGE abzustimmen.

Leitungskreis
Der Vorstand leitet übergeordnet die bundesweiten Aufgaben der GGE. Neue Mitglieder des Leitungskreises werden zusammen mit dem Mitarbeiterkreis berufen. Zum Leitungskreis gehören derzeit:

  • Jan Achtermann, FCG Oldenburg
  • Claudia Deppner, EFG Fulda
  • Hartmut Grüger, EFG Osterholz-Scharmbeck
  • Philipp Rüdiger, EFG Kempten
  • Claudia Sokolis, EFG Hamburg-Altona
  • Carola Steiß, EFG Neu-Anspach (Geschäftsstelle)
  • Stefan Vatter, EFG Kempten (Vorsitzender)
  • Jonathan Walzer, EFG Landshut