Auf ostdeutschen Marktplätzen von Jesus reden

Wie kann Christentum im Osten wieder sichtbar werden? Eine Initiative von Christen aus Thüringen holte das Buscafé der Barmer Zeltmission nach Friedrichroda: Vom 19.–23. August 2024 war der farbenfrohe mobile Treffpunkt auf dem Marktplatz im Einsatz. Ein Team von drei Haupt-und 15 Ehrenamtlichen hatte sich bereit erklärt, täglich von 10:00–17:00 Uhr Kaffee, Kekse und Begegnung anzubieten.

Mit dabei war Philipp Rüdiger, Referent von GGE-Ost. Die spannende Frage: Kann man in einer entkirchlichten Umgebung wie hier mit Passanten über Gott ins Gespräch kommen?

„Wir haben bei einigen Leuten positive Akzente setzen dürfen“, freut sich Philipp Rüdiger, der auch Regionalreferent des BEFG-Landesverbandes Thüringen ist. „Ein junger Mann hat sein Leben Jesus gegeben und ist jetzt auch im Glaubenskurs gelandet. Und bei vielen konnten wir überhaupt erst mal wieder das Bewusstsein für Jesus, für Gott wecken.“

Doch es gab auch Gegenwind: „Wir haben auch Ablehnung erlebt. Leute haben gesagt: Wir wollen das nicht, wir sind dagegen. Und wir hatten unangekündigte Kontrollen wegen der Hygiene und vom Bauamt, obwohl vorher alles genehmigt war.“ Trauriger Tiefpunkt am Freitagmorgen: „Da fanden wir den Bus rings mit Edding verschmiert mit ziemlich hässlichen, ablehnenden Botschaften. Wir haben gemerkt, dass wir hier Geister wachgerüttelt haben, die auch dagegen stehen.“

Philipp Rüdigers Fazit: „Es ist uns geglückt, Christen neu für das Thema Evangelisation zu aktivieren. Wir haben Christen von hier und aus der weiteren Umgebung einfach in eine Praxis-Einheit reingenommen: ,Wie kann man auf der Straße evangelistisch wirken?’ Dabei haben wir verschiedenste Gesprächsebenen erlebt. Manches war sehr flach, anderes ging echt in die Tiefe bis dahin, dass wir noch mit Leuten beten konnten. Es war eine Ansage: ,Wir sind da’, und die war wichtig.“

Philipp Rüdiger, GGE.Ost und Regionalreferent des BEFG-Landesverbandes Thüringen

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