GGE Deutschland und GGE im BEFG intensivieren Zusammenarbeit

Charismatische Bewegungen trafen sich am 31. Januar 2026 in Hünfeld/Fulda

Mentoring als zentrales Zukunftsfeld

Gemeinsame Trainings laden zu Leben und Dienst in der Kraft des Heiligen Geistes ein
 
Hünfeld/Fulda. Die Geistliche Gemeindeerneuerung in der Evangelischen Kirche (GGE Deutschland) und die Geistliche Gemeindeerneuerung im BEFG (GGE im BEFG) haben bei einem Treffen der Leitungsgremien am 31. Januar 2026 in Hünfeld konkrete Schritte für eine noch engere Zusammenarbeit beschlossen. Voraussichtlich ab der zweiten Jahreshälfte 2026 werden die evangelisch-landeskirchliche und die evangelisch-freikirchliche Bewegung gemeinsam Gemeinden zu regionalen Trainingstagen einladen: Multiplikatoren sollen in Theologie und Praxis mit einem Leben in der Kraft des Heiligen Geistes vertraut gemacht werden, damit sie wieder andere darin anleiten können.
 
Regionaltage für mehr Wissen und Erfahrung mit dem Heiligen Geist
„Uns verbindet die Überzeugung, dass kirchliche Verantwortungsträger in Deutschland angesichts aktueller gesellschaftlicher und kirchlicher Entwicklungen dringend Ermutigung, Orientierung und Begleitung benötigen,“ sagte Swen Schönheit als Vorsitzender der GGE Deutschland. „In dieser Situation möchten wir die theologischen und praktischen Kompetenzen unserer Bewegungen bündeln, damit Mitarbeitende in Kirche und Gemeinden Erneuerung aus der Kraft des Heiligen Geistes erfahren.“
 
Diese Trainer wiederum können auf ein Bedürfnis eingehen, das Menschen heute vermehrt haben: „Sie möchten nicht nur über Gott hören, sondern ihn als einen Gott erleben und erfahren, der sie persönlich berührt und in ihr Leben hineinspricht“, fasst Matthias Lotz, Leiter der GGE im BEFG, den Erwartungshorizont zusammen. „Genau das tut der Heilige Geist. Wenn Gemeinden dieser Sehnsucht begegnen, entwickeln sie auch Anziehungskraft.“   
 
Grundlage für die regionalen „Train the Trainer“-Seminartage ist das Buch „Komm, Geist Gottes!“ von Swen Schönheit, das bereits als Kurs zum Selbststudium oder für Gruppen angelegt ist. In dem Ziel, noch mehr Menschen Zugang zu Wissen und Erfahrung mit dem Heiligen Geist anzubieten, will die GGE im BEFG gezielt Gemeinden aus dem eigenen Netzwerk darauf aufmerksam machen und eine Zusammenarbeit mit der GGE Deutschland über ihr Netzwerk GGE.Gebet und Geistesgaben gezielt fördern.
 
Gemeinsame Wahrnehmung: Gemeinden unter Druck
Mit dem neuen gemeinsamen Angebot reagieren die GGE Deutschland und die GGE im BEFG auf die in vielen Teilen der kirchlichen Landschaft zu beobachtende zunehmende Verunsicherung. „Vielerorts prägen Orientierungslosigkeit, Mutlosigkeit und fehlende Leiterschaft die Situation,“ konstatierte Matthias Lotz. Zahlreiche Gemeinden erlebten Schrumpfungsprozesse und stünden vor erheblichen Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund sehen beide Bewegungen den gemeinsamen Auftrag, Leitungspersönlichkeiten zu stärken, geistliche Klarheit und Attraktivität zu fördern und Gemeinden in ihrer Entwicklung nachhaltig zu begleiten.
 
Aktive Zusammenarbeit auch mit Erneuerungsbewegungen aus Katholischer Kirche und FEG
Bereits am Vortag hatten Beratungen mit zwei weiteren Organisationen der charismatischen Bewegungen in Deutschland stattgefunden. Unter ihrem Leiter Pfarrer Josef Fleddermann (CHARIS Dienstgruppe Deutschland) war eine große Gruppe der Katholischen Charismatischen Erneuerung angereist. Der Bund Freier evangelischer Gemeinden (FeG) war mit einem Team der Initiative „Geistbewegt“ um Pastor Tobias Lenhard vertreten.
 
Alle vier Bewegungen teilen die Überzeugung, dass geistliche Erneuerung und Stärkung von Gemeinden nur im Miteinander nachhaltig gefördert werden können. Die ökumenisch geprägte Zusammenarbeit wurde als hoch produktiv erlebt: In einem offenen und ehrlichen Austausch konnten sich die Beteiligten besser kennenlernen, eine nüchterne Bestandsaufnahme der aktuellen Situation vornehmen und zugleich gemeinsam den Blick nach vorn richten. Die Gespräche machten Mut, die Zusammenarbeit in Zukunft weiter zu vertiefen.
 
GGE-Schwesterbewegungen: Zusammenarbeit mit ergänzenden Stärken
Als Tandem vertieften GGE Deutschland und die GGE im BEFG ihren Austausch am Folgetag. Die Gespräche machten deutlich, dass sich die jeweiligen Strukturen und Kompetenzen gut ergänzen. Die GGE Deutschland bringt langjährige Erfahrung durch bewährte Themen und zahlreiche Publikationen ein, während die GGE im BEFG mit ihrer Netzwerkstruktur insbesondere schnelle Verbindungen und Multiplikation ermöglicht. Geplant ist unter anderem eine noch stärkere Zusammenarbeit in Veröffentlichungen und thematischen Angeboten, um Ressourcen besser zu bündeln und Gemeinden leichter zugänglich zu machen.
 
Mentoring als zentrales Zukunftsfeld
Ein besonderer Schwerpunkt liegt im Bereich Mentoring. Die GGE Deutschland verfügt über viele erfahrene Mitarbeitende, die künftig verstärkt als Mentorinnen und Mentoren aktiviert werden könnten. Die GGE im BEFG möchte mit ihren Netzwerken GGE.YoungLeaders und GGE.Mentoring insbesondere Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger im pastoralen Dienst gezielt begleiten. Hier ergeben sich wertvolle Synergien.
 
Regionale Vernetzung
Auch regional wurden konkrete Schritte vereinbart. Insbesondere in Ostdeutschland soll die Vernetzung zwischen den Regionalbeauftragten der GGE Deutschland in den neuen Bundesländern und dem Netzwerk GGE.Ost weiter ausgebaut werden. Erste persönliche Kontakte wurden bereits geknüpft.
 

Newsletter abonnieren